Eine Gewähr kann nicht übernommen
werden, im Zweifelsfalle fragen Sie bitte einen Fachmann.
Die BordbatterienVoraussetzung für das Funktionieren des Systems sind ausreichend dimensionierte Batterien, die bei Nichtladung durch ein Relais voneinander getrennt sind. Die Kapazität Starterbatterie richtet sich nach dem Motor: PS - Zahl einerseits und "will er auch immer gleich" andererseits. Hier gilt als Orientierungswert die Herstellerangabe. Die "Phoenix" hat einen gutstartenden Faryman-Diesel, demnächst probieren wir eine 10 Ah Motorradbatterie aus. Die Kapazität der sogenannten "Servicebatterie" (nach meiner Definition zuständig für alles was man nicht braucht - vermutlich würde auch Erdmann so sprechen) richtet sich nach den persönlichen Vorlieben, siehe oben, Biertrinker, Computerfreaks etc. Stromfresser sind übrigens auch Leuchten: Deshalb sind auf der "Phoenix" in der Hauptkajüte 7 Stück installiert, allerdings einzeln schaltbar. Eine davon wird von der Starterbatterie gespeist, als Notleuchte, wenn die Servicebatterie ausfallen sollte (also doch keine Motorradbatterie). Der große Hit: Die zentrale Beleuchtung ist eine 120 Mark teure Leuchtstofflampe - was hat uns dieser Betrag damals geärgert - wir konnten kurzfristig nichts günstigeres bekommen. Dann stellte sich heraus, dass das Ding einen optimalen Wirkungsgrad hat: Bei ca. 1 A Verbrauch leuchtet sie die Kajüte wirklich gut aus. Wir haben eine 88 Ah Starterbatterie, schließlich hängt da noch die gesamte Überdeck-Anlage dran. Wir fahren unsere Batterien im Wechselbetrieb: Im Winter kommen sie ins Wohnmobil; gehen wir mal Skifahren, dann wird da immer einiges an Kapazität verlangt. Die Sommerausrüstung vom Womo geht über Winter ins Boot, wenn wir mal was dran arbeiten, dann steht die Bordelektrik vollständig zur Verfügung. Der jeweils bessere Satz ist also immer da, wo höhere Anforderungen gestellt werden. Die Servicebatterie hat 105 Ah, bei gleicher Baugröße wie die Starterbatterie. Starter- und Servicebatterien haben grundsätzlich unterschiedliche Eigenschaften, denn es werden verschiedene Anforderungen an sie gestellt. Entsprechend sind sie konstruiert. Die Starterbatterie muss in der Lage sein, kurzfristig sehr hohe Ströme abzugeben, eine Tiefentladung gibt es im Regelbetrieb nicht. Die Servicebatterie dagegen soll über längere Zeiträume relativ geringe Ströme abgeben; ohne Landstrom und bei kurzen Maschinenlaufzeiten wird sie immer mal wieder sehr weit entladen. Diese Batterien sind, aufgrund der geringen Herstellungsstückzahlen (oder weil man weiß, dass sie trotzdem gekauft werden) verhältnismäßig teuer. Sind Sie jedoch immer wieder mit Land- und Lichtmaschinenstrom versorgt, dann können Sie diese Mehrkosten durchaus sparen. Andererseits werden an die Starterbatterie bei langen Törns mit Nachtfahrten (wenn die Segelbeleuchtung darüber betrieben wird) ähnliche Bedingungen wie an eine Servicebatterie gestellt werden. Hier ist dann die Überlegung angebracht, ob man nicht auch da einen tiefentladbaren Akku einsetzt. Nicht falsch zu verstehen: Ausreichend Kapazität für den Motorstart muss trotzdem übrigbleiben. Unter bestimmten Bedingungen
das muss jeder selbst entscheiden ist eine Reservebatterie
angebracht, die außer regelmäßigem Laden nichts mit allen
Bordnetzen zu tun hat und auf jeden Fall für den Motorstart ausreichend
dimensioniert ist. Bei uns würde hier die obengenannte, na ja ich
bleibe auf der sicheren Seite, 20 Ah Motorradbatterie ausreichen.
Sehr hoch installiert und gleichzeitig zur Notstromversorgung eingerichtet,
denn bei Wasser im Schiff fällt zwangsläufig zuerst die Stromversorgung
aus. Und dann ist nix mehr mit Funk und so. |